Jupiter sei Dank  –  Die Panther den Sternen nahe

Bericht vom Markus Weibel, Fotos von Christiane Bracher, Sylvie Schüepp und Markus Weibel

Zum Glück erfährt der Verfasser der vorliegenden Zeilen erst während der zweiten Etappe des Besuchs im «Space Eye», dass ein Bericht aus seiner Feder erwünscht sei. Doch davon später. Dem Organisator des Ausflugs zum Observatorium, Beat Jaggi, ist als ehemaligem Mathematik- und Physiklehrer sehr wohl bewusst, welche astrophysikalischen Leckerbissen uns im Mario Botta-Bau in Niedermuhlern erwarten. Das Vorstellungsvermögen der meisten Besuchenden hingegen wird während der faszinierenden Filmvorführung im Planetarium auf die Probe gestellt: Auf der «virtuellen Reise bis zum Ende des bekannten Universums» ist mehrmals die Rede von Milliarden. Das Universum, über 10 Milliarden Jahre alt, beherbergt Hunderte von Milliarden Galaxien; ein Objekt präsentiert sich unseren Augen aus der Entfernung von 1 Milliarde Lichtjahren so, wie es vor 1000 Millionen Jahren ausgesehen hat …

Allerdings versteht der Berichterstatter, pensionierter Lateinlehrer, spätestens vor dem Teleskop der Sternwarte, warum Figuren der griechisch-römischen Mythologie bei der Namensgebung für die Himmelskörper und Sternbilder Pate standen. Jupiter, unter dessen Schirmherrschaft der Götterhimmel der Römer regiert wird, zeigt sich auch als Wettergott von seiner sympathischsten Seite. Mit 350-facher Vergrösserung erstrahlt der planetarische Namensvetter im wolkenfreien Nachthimmel über Niedermuhlern.

Menschlich-irdische Bedürfnisse nach handfesten und verständlichen Erklärungen bedienendie kompetenten und freundlichen Mitglieder der Crew, die unsere Gruppe von rund 30 Personen betreuen. «Sternstaubsuppen» (in den Varianten Ingwer-Karotten und Randen-Kokos) runden den gelungenen Anlass ab. Der Abend im Observatorium hatte aber schon mit einem kulinarischen Höhepunkt begonnen: Wir wurden begrüsst mit regionalen Köstlichkeiten – die Tochter der Cateringverantwortlichen bäckt jeweils verschiedene Brote – und vorzüglichen Schweizer Weinen. Ein riesiges «Dankeschön» gebührt Beat Jaggi, der diesen Apéro offeriert hat.