Bericht: Yolande Burnod, Richard Lindegger

Fotos: Ursula Hürzeler

Winterwoche Pontresina – wie das Virus unseren Plan durchkreuzte

Yolande: Wir fahren – noch am 12. März war ich absolut dieser Meinung. Die nächste Woche war strahlendes Wetter angesagt, es hatte vorher geschneit – da konnten wir unmöglich eine Annullation ins Auge fassen.
Diejenigen, welche nicht vom Gratis-Gepäck-Transport der SBB Gebrauch gemacht hatten, versammelten sich am Freitag 13. März um 15 Uhr beim SBB-Gepäckschalter. Die Pressekonferenz des Bundesrates war auf 15.30 Uhr angesagt. Wir hörten sie (teilweise) am Handy. Richard telefonierte mit dem Direktor des Rosatsch. Dieser erwartete uns nach wie vor. Also entschlossen sich alle, ihre Koffer aufzugeben, auch jene, die etwas skeptisch waren. Wie üblich setzten wir uns danach zusammen, um etwas zu trinken. Ich ging dann zur BLS um das Gruppenbillett abzuholen. Auf dem Weg dorthin telefonierte mir Marianne: die SBB nähmen keine Gruppenreisen mehr entgegen. Wir hatten ja unsere Bestätigung, und ich kaufte das Gruppenbillett trotzdem – was man hat, das hat man. Zu Hause studierte ich dann die Website des BAG und entdeckte auch das Merkblatt betreffend Bahnreisen. Ja, und am nächsten Morgen bestätigte mir die BLS, dass unsere Gruppenreise noch am 13. März um 17.56 Uhr annulliert worden sei! (Das Geld wurde wieder rückerstattet).
Am Samstag informierte uns Frau Mayer vom Hotel Rosatsch, dass wir uns betreffend (Gratis-) Rücksendung der Koffer mit der RhB in Verbindung setzen sollten. Was ich dann machte und die Instruktionen übers Vorgehen an alle Teilnehmenden mailte.

Richard: Im Gegensatz zur Winterwoche Arosa im März 2019 herrschte in Pontresina dieses Jahr tollstes Winterwetter. Postkartenreife Sujets? Kein Problem. Die berüchtigte Malojaschlange? Unsichtbar. Schnee? Ideal. Der wesentlichste Unterschied aber: in Arosa waren wir, den Aufenthalt in Pontresina hat Covid-19 leider verhindert. Die Enttäuschung war riesig, viel Vorfreude und Arbeit für die Katz.
Beeindruckend rasch nach der Hiobsbotschaft für beide Seiten hat mir der Hoteldirektor angeboten, auf jegliche Ansprüche zu verzichten, wenn wir das ganze Projekt stehen lassen und einfach um ein Jahr verschieben könnten, auf 7. bis 12. März 2021. Dem habe ich gerne zugestimmt. Meine Winterwoche-Organisationstätigkeit wird so halt noch um ein Jahr verlängert, aber dann nach sieben Jahren wirklich enden (Nachfolge gesucht!).
Mit neuer Motivation werden also Yolande und ich das Projekt Winterwoche 2021 Pontresina erneut anpacken. Wir hoffen sehr, dass auch alle «unfreiwillig Ausgesperrten» bei bester Gesundheit bleiben und nächstes Jahr mitkommen können. Freuen wir uns halt jetzt noch ein Jahr länger auf Pontresina und das Rosatsch, was auch im Sommerhalbjahr in jeder Hinsicht eine Reise wert ist.
Es bleibt mir zu danken für eure Empathie und euer Verständnis, dem Vorstand fürs Vertrauen und Mittragen der Entscheidungen, dem Rosatsch-Team für die Grosszügigkeit und Yolande Burnod für ihre riesige Unterstützung und Arbeit, die ich nie allein stemmen möchte!

Und: Ganz herzlich bedanken wir uns beide für die aufmunternden Anrufe, Mails und Karten von verhinderten Teilnehmenden.

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