Bericht:
Yolanda Zahler

Fotos:
Margrit Berger

Hinauf auf den Wildstrubel mit Übernachtung

Ein Novum bei den Grauen Panthern ist die 2-Tages-Wanderung mit Hüttenübernachtung. Mit nur leicht grösseren Rucksäcken als gewohnt, treffen wir uns im Bahnhof Bern. Wir sind eine Gruppe von 10 Personen – siehe da: 4 Frauen und 6 Männer! 

Ich bin gespannt auf die zwei Tage mit Wanderungen in einem Gebiet, das ich noch nicht kenne und wo wir uns, in für mich nicht mehr gewohnten Höhenlagen bewegen werden. Dank BLS und verschiedenen Bergbahnen gelangen wir erst mal bequem nach knapp 3 Stunden zu unserem Ausgangspunkt der Wanderung, der Bergstation Glacier de la Plaine Morte auf knapp 3000m ü.M. Wir werden von Daniel Megert herzlich begrüsst zu seiner ersten Tour und bekommen Informationen zu unserem Hüttenabenteuer. 

Ab hier gilt es ernst für unsere Beine, und der Test für die Höhentauglichkeit kann beginnen. Nach einer Stärkung mit Suppe oder Früchtekuchen erklimmen wir langsam die ersten Höhenmeter bis zum Observatorium. Für diese Höhenmeter werden wir belohnt mit einer fantastischen Rundsicht ! Unter uns liegt die weite, weisse Ebene des Flachgletschers Plaine Morte, umrahmt von felsigen Gipfeln, uns gegenüber der Wildstrubel. Nach dem imposanten Gipfelpanorama gegen Süden, inklusive dem berühmten «Horu», nun noch die Erweiterung zur Rundsicht! Wir rätseln: könnte das… – ja, das müsste doch… Erinnerungen werden wach und lassen uns von vergangenen Zeiten träumen. 

Unser Wanderziel, die Wildstrubelhütte liegt hinter einem kleinen Passübergang, wie uns Daniel erklärt. Bis dorthin geht es vorerst steil hinunter, über steiniges, felsiges Gelände und über Schneefelder, fast bis zum Gletscher hinunter. Von Daniel und Arnold umsichtig geführt, erklimmen wir auch den gesichteten Passübergang, wieder auf Felswegen und über Schneefelder. Die auch zeitlich gut geplante Tour ermöglicht uns vollen Genuss der herrlichen Gegend. Unsere Handys sind sehr aktiv für Erinnerungsbilder, und die Stimmung in der Gruppe ist ausgezeichnet. Unsere anfänglichen Bedenken sind verflogen. 

Vom Passübergang «Wisshorelücke» aus können wir bereits unser heutiges Wanderziel, die Wildstrubelhütte sehen. Nochmals Konzentration auf den Weg vor uns, und wir kommen glücklich und zufrieden bei der Hütte an. 

Nun heisst es Wanderschuhe ausziehen. Mit den bereitstehenden Crocks dürfen wir die Hütte und unser Schlafgemach betreten. Wir haben einen grosszügigen Schlafraum für unsere Gruppe und richten uns gemütlich ein. Die Hütte ist zum Glück nicht voll belegt. Erfrischung gibt’s im Waschraum mit kühlem Bergwasser, und für die durstigen Kehlen fehlt es nicht an diversen Getränken vom Buffet. Den Abend geniessen wir in gemütlicher Runde bei einem guten Essen, inklusiv (1-2?) Gläschen Pinot Noir… 

Das Glühen der untergehenden Sonne lässt uns nochmals verzaubern, bevor wir uns richten für die wohlverdiente Nachtruhe. Um 22 Uhr ist Ruhe angesagt in der Hütte. 

Am Frühstückstisch ist es noch relativ ruhig in unserer Runde. Doch nach und nach – beim Aufräumen unserer Schlafplätze und dann um 08.15 Uhr wieder in den Wanderschuhen stehend, erwachen unsere Geister definitiv. Für mich ist der bevorstehende Aufstieg zurück zur Passhöhe noch nicht der Höhepunkt des Tages… Hier zeigt sich jedoch der Vorteil des Wanderns in der Gruppe – die Höhe ist im Nu erreicht und wir werden von der Sonne begrüsst. Hier oben verabschiedet sich Heinz von uns und wählt einen anderen Rückweg. 

«Eine schöne Wanderung und melde Dich, wenn Du gut angekommen bist»: diese Wünsche geben wir ihm mit.  

Wir wählen für uns 9 Übriggebliebene einen kleinen Aufstieg zu einem Aussichtspunkt, lassen nochmals unsere Blicke schweifen von den Blümchen im kargen Gestein zum Alpenpanorama mit all seinen Eindrücken. 

Der Rückweg zur Bergstation fordert nochmals unsere Kräfte. Bevor wir den «Abstieg» per Bahn in tiefere (sprich heissere) Lagen antreten, genehmigen wir uns zum Zmittag noch ein Fondue oder sonst etwas Leckeres. 

Eine Stunde früher als auf dem Programm treten wir den Heimweg an.  

Daniel und Arnold, wir danken Euch beiden herzlich für die Idee dieser Wanderung, für Eure aufmerksame und umsichtige Führung im alpinen Gelände! Mich könnte diese Erfahrung zu weiteren solchen Erlebnissen animieren. Ein toller Einstieg für Dich, Daniel, gratuliere! 

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