Bericht:
Daniela Tognali

Fotos:
Züsi Widmer
Elisabeth Schlunegger

Von Vögeln und ihren Eigenheiten

Am 21. Mai trafen sich 19 Graue Pantherinnen und Panther am Bahnhof Bern bei kühlem, trübem und nassem Wetter; die Stimmung war jedoch ausgezeichnet. Unser Ziel war die Vogelwarte in Sempach, eine gemeinnützige Stiftung für Vogelkunde und Vogelschutz, die 1924 zur Forschung des Vogelzugs im Alpenraum gegründet wurde. Sie überwacht die einheimische Vogelwelt, erforscht die Lebensweise der wildlebenden Vögel und geht den Ursachen der Bedrohung der Vogelwelt auf den Grund. Ebenfalls betreibt sie eine Pflegestation für kranke, verletzte und verwaiste Vögel.
Die Vogelwarte wird finanziell aus Spenden aus der ganzen Bevölkerung getragen. Bei der landesweiten Überwachung der Vogelbestände kann sie auf die Unterstützung von über 2000 freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählen.

Wir konnten uns im Gebäude der Vogelwarte frei bewegen und die drei Bereiche 1. «Überleben», 2. «Sinfonie» und 3. «Vogelschau» individuell besuchen.

1. Für diesen Bereich erhalten wir einen Gummiring, der am Schaukasten einen Kontakt auslöst. Wir durchgehen die unterschiedlichen Lebensweisen unserer einheimischen Vögel. Themen wie Fortpflanzung, Fressen, Überleben, Federnpflege und Fliegen bringen uns dieses sehr unterschiedliche, gefiederte Volk nahe, und wir staunen oft über ihre aussergewöhnlichen Fähigkeiten.

2. Hier lernen wir die «Klangwelt» und Kommunikationssprache der Vögel kennen. Mit ihrer «Sprache» (zwitschern) kommunizieren die Vögel. Die Männchen locken Weibchen an, es werden auch Warnsignale ausgesendet (z.B. wenn Gefahr droht).

3. Die Vogelschau führt uns ins Leben unserer «Schweizer» Vögel ein. Ihr Verhalten, die Nahrung von Jungvögeln, der Nestbau, die Balz, das Aufziehen des Nachwuchses. Der Nestbau ist höchst interessant. Jede Vogelart macht es auf ihre Weise. Die Wasseramsel z.B. baut ihr Nest hinter einem Wasserfall. Sogar Briefkästen und Aschenbecher dienen zum Bau eines Nests. Wenn die Vögel umher hüpfen, gleicht es oft einem sehr eleganten Tanz. Bei den Haubentauchern könnte es ein «Pas de deux» sein. Auch die Federpflege ist enorm wichtig. Die Farbe der Federn wechselt bei einigen Vögeln je nach Jahreszeit: so kleiden sich die Alpenschneehühner im Sommer mit graubraunen Federn, im Winter jedoch ganz in Weiss.

Die Flugrouten vieler Vögel zeigen im Winter nach Süden und im Frühling wieder zurück in unsere Breitengrade. Der Grund dafür ist weniger die Kälte als vielmehr das Nahrungsangebot.

Nach der Besichtigung fuhren wir zurück in das alte Städtchen Sempach, wo wir auf der Terrasse (in Wolldecken eingewickelt!) in einem italienischen Restaurant köstliche Speisen genossen. An Züsi Widmer vielen Dank für diesen interessanten Ausflug in die Welt unserer Vögel.

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