Bericht:
Marianne Mantel

Fotos:
Yolande Burnod

Unterirdische Mühlen, Col-des-Roches

Heute fuhren vierzehn Graue Pantherinnen und ein Grauer Panther nach Le Locle, um dort die Mühlen in den Grotten beim Col-des-Roches anzusehen. Ein Guide erklärte uns in rassigem Deutsch die faszinierende Geschichte dieser Mühlen. Zu den besten Zeiten liefen in diesem Labyrinth fünf grosse Mühlräder, zwei davon mit 6m Durchmesser! Zwei Mühlen liefen schon gegen die Mitte des 17. Jh. Aber 1660 erwarb Jonas Sandoz die Rechte am Wasserlauf und damit des Wassers, das durch die Grotte lief. Er liess diese weiter aushöhlen, um Platz für fünf Wasserräder zu schaffen, nämlich zwei Getreidemühlen (für Gerste und Hafer), eine Ölmühle (für Bucheckern und Haselnüsse) und eine Sägemühle (!). Im Jahr 1690 musste Sandoz Konkurs anmelden. Anschliessend gingen die Mühlen durch verschiedene Hände; sie wurden modernisiert und mit Turbinen versehen, damit bessere Leistungen erzielt werden konnten, was vor allem dem unterirdischen Sägewerk zugute kam. 1884 kaufte die Gemeinde Le Locle die Mühle und baute den Tunnel durch die Schlucht des Col-des-Roches. Die Gebäude neben den Grotten wurden als Grenzschlachthof ausgebaut, und die Schlachtabfälle verschwanden in den Grotten. Verrückterweise stanken diese Abfälle nicht, denn in den 7° C. kühlen Grotten verwandelte sich das Ganze langsam in eine graue, lehmartige, sehr proteinhaltige Masse. 1973 machte sich eine Gruppe daran die Höhlen zu reinigen und zu restaurieren. Sie fand auch heraus, dass das Wasser nach drei Tagen am Saut du Doubs austrat. – Die dortigen Fischer bestätigten, dass nirgends am Doubs so grosse dicke Forellen gefangen würden! Nach 15 Jahren mutiger und unentgeltlicher Arbeit wurden die Höhlen der Öffentlichkeit übergeben. – Heute wird dieses Zeugnis des industriellen Vorzeitalters pro Jahr von bis zu 30’000 Personen besucht.

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