Bericht:
Micheline Byrde, Antoinette Mazouer und Trudi Kummer

Fotos:
Micheline Byrde, Ursula Rausser und Züsi Widmer

Sternwanderung nach Utzenstorf: Drei Wege – ein Ziel

Sie gehört seit langem zur Tradition: die Sternwanderung im Frühsommer. Je nach Lust und Leistungsfähigkeit wird gruppenweise gebummelt oder zügig marschiert, bis alle zum gemeinsamen Mittagessen zusammenfinden. Drei Wege, das bedeutet auch drei verschiedene Blickwinkel. Also der Reihe nach.

Bummeln: Die Bummelgruppe – 4 Personen – startete in Utzenstorf Mösli. An diesem heissen Tag ging es zuerst dem schattigen Emmenufer entlang, dann an Mohnfeldern vorbei bis zum Schloss Landshut. Wir durchquerten den Schlosspark und bewunderten die schönen, mächtigen Bäume, folgten anschliessend dem Mühlebach und erreichten nach kurzer Zeit den Bahnhof Utzenstorf, wo uns Eva erwartete. Der Bärenweg führte uns zum vereinbarten Treffpunkt, dem Restaurant Rössli. Der Durst war gross, und es machten sich auch knurrende Mägen bemerkbar. Die anderen folgten kurze Zeit später; somit waren wir vollzählig und konnten nun das Essen geniessen. Mit der Organisation hat alles wunderbar geklappt, danke an die Wanderleiter. Die Rückreise von Utzenstorf nach Bern traten alle zusammen an.

Die Einstern-Truppe: Wahrhaftig! Fünf Minuten vor der Terminzeit standen alle Panther schon am Treffpunkt. Der Drang nach der angekündigten Wanderung bei einer strahlenden Sonne in bester Gesellschaft war richtig spürbar. Nach dem rasch und freundlich bedienten Startcafé in Aefligen gingen wir der Emme entlang im Schatten prächtiger Bäume. Auf der Strecke begegneten wir zehnjährigen Kindern, die mit ihrer Lehrerin Sport und Spiel in der Natur trieben. Obschon wir vom Walde Abschied nehmen mussten, konnten wir gemäss Eichendorffs Gedicht gleichen Namens mit Mendelssohn doch singen: So wird mein Herz nicht alt. Der Weg ging dann durch eine renaturierte Gegend mit Steinhaufen für Schlangen und besondere Tiere. Da sich kluge Köpfe schützen, trugen wir alle einen Sonnenhut und kamen noch ziemlich frisch und munter in Utzenstorf an. Wir bewunderten die schönen Häuser und Gärten bis zum Restaurant, wo wir die Bummel-Panther mit Freude trafen. Herzlichen Dank an Rita Grimbühler für die anregende Führung samt Erklärungen.
Die Zwei-SternwanderINNEN: 19 sind wir, die sich freudig begrüssen, mal wieder neben einander hergehen, sich austauschen! In Biberist, unserem Ausgangsort, stellt sich die Frage nach einem Biber im Dorfwappen, aber der Name keltischen Ursprungs bedeutet „kleiner Bach“: eben die Biberen. Es ist schon heiss und wir sind froh um den Waldgürtel, der die Emme begleitet, so wohltuendes kühles Grün! Wir blicken in das Flussbett hinab und wählen uns die schönsten Steine aus, nur ist da niemand, der über die Mauer hinuntersteigt… Zurzeit führt die Emme wenig Wasser, später sehen wir es kraftvoll in einem Kanal fliessen. Bald kommen wir beim Wasserschloss Landshut an. Grosse Rasenflächen, uralte Bäume, beeindruckende Spiegelungen, eine sperrige Zugbrücke. In Ökonomiegebäuden ist die Wildtierstation eingerichtet. Eine Pantherin findet auf dem Parkweg eine verletzte Amsel, ein junger Mann eilt dem Vögelchen zu Hilfe; Pflege und Aufzucht verlassener Jungtiere und möglichst wieder Auswilderung sind hier Kernkompetenzen neben Umweltbildung. Im „Rössli“ sitzen Bummlerinnen und Einsterngruppe schon bei Getränk und zufriedenem Plaudern und alle 39 bald bei Pouletcurry oder Spargelravioli. Zur Dessertzeit ertönen hinten im Saal jubelnde Begrüssungsrufe. Ein strahlender Mann in schwarzen Hosen und weissem Hemd steht da und wird von Daniela und Micheline umarmt: Hans Siegenthaler, Schwiegervater der Rössliwirtin, und DER Buschauffeur von Dysli, mehrere Jahrzehnte hat er mit ihnen Gruppenreisen geführt. Es ist berührend, wie die drei noch heute einander ihre grosse Wertschätzung zeigen können. Nach diesen reichen Erlebnissen sind wir froh, ist der Bahnhof nicht weit. Rita, Micheline, Daniela, Yolande und Daniel, wir danken euch herzlich für diesen wunderschönen Tag!

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