Bericht:
Trudi Kummer

Fotos:
Margrit Berger

Plan B: Chaumont statt Chuderhüsi

«Die Spezialität unserer Firma ist Flexibilität» – dies könnte der Werbespruch für Wanderleiter sein. So haben auch Sylvia und Ruedi wetterbedingt die Wanderung im Regen zu Gotthelf ersetzt, und wir fahren nun dem Westwind entgegen nach Neuenburg, mit dem Funi hinunter zum See und zu den Parkrabatten in edlen Farbkombinationen, ein bisschen wie riesige Torten und Cakes mit Zuckerdekoration. Wir machen im Bus eine Besichtigungsfahrt durch die Stadt und steigen bald von der „Maison des Prussiens“ als Überraschung ein enges Trepplein aus Natursteinen hinunter in die altertümliche Wasserwelt von hölzernen Leitungen und Mühlrädern – Gor de Vauseyon. Diese historische Anlage ist der Schlussteil der Gorge du Seyon, die wir hochsteigen, immer begleitet vom Rauschen des Flusses und der Autobahn – beide bald schon von weit unten – denn unser schöner Weg den Felsen nach ist zum Keuchen steil. Fürs Mittagspicknick kommen wir auf ein lichtes Plätzchen, und hurra, die Sonne scheint! Weiter oben öffnet sich die Sicht, breiter Weg, Weiden mit Löwenzahn, Blick auf die 3-Seenlandschaft, Rapsfelder, Alpenkranz, über allem leuchtend blauer Himmel. Den verdanken wir dem Westwind, der kalt über die Höhe bläst, heftig an unseren Frisuren und Gewändern zerrt. Wir verzeihen es ihm, denn wir sehen, wie er Regenwolken von uns weg gegen Osten stösst, das Chuderhüsi hat er längst damit eingedeckt. Vorne auf dem Chaumont erkundet eine Unentwegte die Terrasse des Hotels, und wir kommen vor der Abfahrt mit dem Ersatzbus (Funi in Revision) sogar zu einem Abschlusstrunk. Ruedi und Sylvia, euer Plan B war Klasse 1A, wir danken euch herzlich!

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