Bericht:
Verena Sägesser

Foto:
Web

Home Instead: Seniorenbetreuung zuhause

Als ich dieses Angebot im ‚Sprung‘ las, war für mich klar, da gehe ich hin. Schliesslich bin ich Seniorin oder ich werde es noch, aber mein Interesse war jedenfalls erwacht. Offensichtlich war ich nicht die Einzige, denn 25 Frauen hatten sich im Raum des Kirchgemeindehauses Paulus in Bern eingefunden. Der Geschäftsführer Daniel Aeberhard, HOME INSTEAD Bern und die Kundenberaterin Suzanne Flückiger informierten kompetent, was hinter dem Ausdruck Home Instead zu verstehen ist. Englisch tönt es natürlich viel besser als auf Deutsch: daheim statt Heim – das wäre doch kurz und ganz klar. Wenn ich davon ausgehe, dass ich hinterher einen Bericht über die Veranstaltung schreiben soll, dann ist es wohl selbstverständlich, dass ich alles verstehen müsste. Da dies von Anfang an ein Problem war – das zu leise Sprechen, meine ich – könnt ihr von mir auch nur die Hälfte erfahren. Natürlich habe ich mich gewehrt, nachdem ich links und rechts gefragt habe, ob sie denn alles verstehen, was auch nicht der Fall war, meldete ich mich und fragte den Sprecher, ob ihm bewusst sei, dass er hier vor Senioren spreche? Ja, er gebe sich Mühe, ich solle mich einfach melden, wenn’s zu leise sei. Worauf ich mich dann im Laufe des Vortrages mehrmals melden musste. Seine Satzanfänge, das muss ich ehrlicherweise schreiben, waren immer laut genug, worauf er dann mit der Stimme wieder abkippte. Herrlich – welch eine Genugtuung – war die Stimme der Kundenberaterin Suzanne Flückiger. Sie war klar und sie hatte auch einiges zu sagen. Wie kompetent ihre Hilfen seien, die hier angeboten werden, wie sie tolle Frauen habe, sogar auch Männer, die kein 100 % Pensum anstreben, sondern aus Liebe zur Sache sich zur Verfügung stellen. Der Stundenansatz ist menschlich (ab 44.–) und Krankenkassen oder Versicherungen übernehmen einen Teil davon. Was da alles geleistet werden könnte, ist enorm.
– Begleitung zum Arzt oder zu Einkäufen, Coiffeur, Museum, Kino etc.
– Einkaufen, Kochen, Menüs nach Wunsch,
– Saugen, Putzen (kein Frühjahrsputz selbstverständlich)
– Waschen, Bügeln
– sämtliche Körperpflege (nichts Medizinisches, das wird der Spitex überlassen)
– einfache Haushalt-Hilfe
– Fahrdienste

Die Betreuung von Dementen oder palliative Betreuung werden speziell aufgelistet, sind aber über Fachpersonen abgedeckt.
Der Vortrag von Herrn Aeberhard hat offensichtlich genau den Kern der Sache getroffen. Die Gespräche bei Kaffee und Kuchen zeigten, dass nach den Informationen viele hintergründige Ängste nun verflogen waren, weil es nun möglich scheint, sein eigenes Daheim nicht infolge Altersgebresten verlassen zu müssen. Dass es hier eine Möglichkeit gibt, auch die Angehörigen zu entlasten und trotzdem Hilfe zu bekommen.
Danke für den nächsten Vortrag, entweder laut gesprochen oder mit Mikrofon. Es würde einer Wertschätzung entsprechen. Das müsste eine Bedingung sein, worauf das Organisationsteam der Grauen Panther bestehen müsste.

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