Bericht: Gerhard Messerli

Fotos: Marianne Jacobi

Heinz Däpp parodiert: hart, aber herzlich

Beim zweiten Anlass in der Vortragsreihe «Humor trotz(t) Alter ging es um die Satire. Mit der Wahl von Heinz Däpp als Gastreferenten gelang den Organisatoren der Grauen Panther Bern ein Volltreffer. Der altgediente Polit-Journalist hat sich seit Jahren der Satire verschrieben. Er versteht sich auf das Parodieren von PolitikerINNEN und gesellschaftlichen Ereignissen.

Für Heinz Däpp ist der Berner Humor etwas Besonderes, was stark mit der Sprache zusammenhängt. Das Bärndütsch ist für den Satiriker ein wahrer Segen. Der Referent untermauerte seine Aussage mit einigen Beispielen, so u.a. mit «Chutzemischt» und mit «Chuttlerugger».

Heinz Däpp führte die zahlreiche Zuhörerschaft in die Geheimnisse und die Mechanismen der Satire ein. Satiriker sind für ihn eine Art Schulmeister. Sie schüren Zweifel und halten der Gesellschaft den Spiegel vor. Satire bedeutet fabulieren, sie beinhaltet eine grosse Portion Ironie. Sie regt an und auf, sollte aber nie polemisch sein, und zwar auch dann nicht, wenn sie Missstände aufzeigt. Das Feld für die Satire ist breit gefächert. Politik, Sport und Gesellschaft bieten dem Satiriker immer wieder Stoff für seine Tätigkeit.

Der Referent untermauerte seine Gedanken und Thesen immer wieder durch «Schnappschüsse» aus seinen Parodien, was die Teilnehmenden jeweils schmunzeln liess. Heinz Däpp verstand es in seinen Ausführungen auch aufzuzeigen, wie sich die Satire von der Karikatur und vor allem von der Comedy unterscheidet. Als Beispiel erwähnte er Emil Steinberger. Dieser ermögliche es mit seiner Comedy den Leuten, ihre Probleme während eineinhalb Stunden auszublenden.

Fazit der Veranstaltung: Heinz Däpp verstand es, den begeisterten Teilnehmenden mit einer geglückten Mischung von Theorie und Praxis die Satire näher zu bringen.

Wie während dieser Vortragsreihe üblich, vertiefte eine Gruppe der Zuhörer/innen das Thema «Satire» unter der Leitung von Ursula Naef vom Collegium 60+ in einer angeregten Diskussionsrunde.

Weitere Artikel:

Literaturlesung Walter Däpp

Literaturlesung Walter Däpp

Text und Fotos: Ursula Rausser

Am 13. September wurde bei den Grauen Panthern die erste von mehreren Herbst-/Winter-Lesungen abgehalten. Sie finden jeweils einmal pro Monat (Termine im Sprung und auf der Website) im Domicil Monbijou statt, in demselben Raum wie die «Ciné soirs». ...

Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau

Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau

Text: Trudi Kummer Fotos: Rosmarie Keil und Aargauer Kunsthaus

Führung Kunsthaus Aarau «Wir sind nur 5, aber ich mache es privat!», so Bruna Gennari beim Anmelden für die Ausstellung über Künstlerinnen im Kunsthaus Aarau. Die öffentliche Führung fällt weg, es gibt eine höchstprivate von Bruna, die sich am So...

Von Niederscherli nach Thörishaus

Von Niederscherli nach Thörishaus

Bericht: Carola AndrowskiFotos: Arnold Diemi

Diesmal hatten Jean-Jacques Schultheiss und Dorothea Trachsel Glück mit dem Wetter, wie er den 16 hufescharrenden Panthern erklärte. Im Februar musste die Wanderung wegen schlechten Wetters ausfallen. Trotz schlechter Prognosen machte das Wetter die...