Bericht: Yolanda Zahler

Fotos: Züsi Widmer

Führung durchs Paul Scherrer Institut (PSI) in Villigen

Tatsächlich sind von den 19 Teilnehmenden an diesem Tag 6 Männer dabei – schon bald ein Rekord bei den Panthern. In der Ausschreibung zu diesem Anlass erfahren wir, dass es sich bei diesem Institut um ein Forschungszentrum handelt, d.h. wir dürfen eine anspruchsvolle Führung erwarten – ich bin gespannt, wieviel ich von den Erläuterungen verstehen werde.
Kurz zu Paul Scherrer, welcher dem Institut seinen Namen gab. Er wurde 1890 in St.Gallen geboren. 1908 immatrikulierte er sich an der ETH in Zürich und studierte dort Mathematik und Physik. Nach Studienaufenthalten an den Universitäten in Königsberg und Göttingen, wurde er bereits mit 30 Jahren zum Professor für Experimentalphysik an der ETH in Zürich ernannt. Neben verschiedenen Forschungsgebieten wirkte er mit in verschiedenen Gremien zur Verbreitung der Kernenergie in der Schweiz, 1954 bei der Gründung des CERN und ein Jahr später bei der Reaktor AG, zum Studium von Bau und Betrieb von Kernspaltungsanlagen in Würenlingen. Massgeblich trug Scherrer zum hohen Niveau der schweizerischen Hochschulforschung bei.
Wir werden freundlich empfangen am PSI und dürfen uns im Infozentrum an verschiedenen Stationen einen kleinen Einblick verschaffen in die Forschungsgebiete. Wir bekommen einen Überblick über die beeindruckende Grösse des Geländes mit all den verschiedenen Gebäuden, beidseits der unteren Aare, geteilt in PSI Ost und PSI West.
Nach dem stärkenden Mittagessen im Betriebsrestaurant (unsere Hirnzellen werden im weiteren Programm bestimmt gefordert werden), erhalten wir 3D-Brillen zur Präsentation des Betriebes. Herr Dr. Lukas Keller, wissenschaftlicher Abteilungsleiter am Institut, erläutert uns die Präsentation und beantwortet unsere anfangs noch zögerlich gestellten Fragen. Die Forschungsgebiete und die Zusammenarbeit des Institutes sind vielfältig. Der Forschungsbetrieb untersteht dem Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), unter Bundesrat Guy Parmelin.  Die Zahlen zum Betrieb sind beeindruckend: 2100 Mitarbeitende sowie ein Budget von 280 MCHF vom Bund und weiteren 110 MCHF an Drittmitteln.
Auf die Präsentation im Infozentrum folgt die Praxis im PSI West („ännet“ der Aare) im Gebäude der Synchrotron Lichtquelle. In diesem, auch architektonisch beeindruckenden, riesigen Rundbau in Holzkonstruktion, steigen wir auf die runde Betonkonstruktion mit dem Beschleuniger und ich frage mich, wie es wohl hier unter uns aussieht – ich kann es mir nicht vorstellen, es soll eine Geschwindigkeit bis fast Lichtgeschwindigkeit hier drinnen entstehen. Dies könne nur absolut erschütterungsfrei geschehen, weshalb der Bau auf einem speziellen Fundament stehen muss. Wir erhalten Erläuterungen zu den Forschungsstationen, welche rund um diesen Betonbau angeordnet sind und für ausgesuchte Forschungsprojekte benutzt oder von externen Nutzern gemietet werden können. Wirklich beeindruckend, was hier Tag und Nacht geforscht wird!

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