Bericht: Dorothea Trachsel

Fotos: Margrit Berger

Ein toller Tag im Aargau

30 Personen (26 zu 4 – Du darfst raten, welches Geschlecht in der Ueberzahl war) treffen sich an einem Aprilmorgen im Bahnhof Bern. Das Ziel ist Lenzburg. Da wir, wie üblich, viel Plauderstoff haben, sind wir in null-komma-nix dort. Nach einem kurzen Kaffeehalt im sympathischen kleinen L’Arco dei Sapori stellt uns Ruedi drei Neu-Wanderinnen vor und führt uns, diesmal als Wanderleiter, zum Aabach und diesem entlang. Wir bestaunen mehrere wunderschön renaturierte Uferteile. Eine Augen- und Seelenweide!

Dann geht’s weiter durch einen sehr schönen Wald, der auch recht naturbelassen und nicht ‚gschläckät‘ wirkt. Plötzlich stehen wir vor einem Etappenziel, dem Esterliturm, ein schlankes, elegantes 1974 erbautes 48m hohes Gebäude. Wer von der Wendeltreppe mit den 253 Stufen nicht abgeschreckt wird, steigt hinauf. Angeregte Diskussionen „Wo ist was?“ finden oben statt, denn man sieht jede Menge Berge, Ortschaften, Gewässer, Einzelgebäude usw. Beim Weitergehen durch Feld und Wald passieren wir den Feufweiher. Eine Woche vorher soll es darin vor liebestollen Fröschen gewimmelt haben, heute ist ‚tote Hose‘, alles ruhig. Kurz bevor wir Schloss Lenzburg erreichen, erschrecke ich: „Mein Hut, er ist weg!“ Da genau dieser Hut mir wichtig ist, drehe ich um und will ihn suchen gehen. Eine fremde Person hat meine ‚Verzweiflung‘ mitbekommen und sagt: „Madame, in Ihrem Nacken befindet sich ein Hut“. Ein Griff – tatsächlich, da ist er. Lachen…

Und nun das Schloss Lenzburg: Es ist der Hammer!! Von allen Seiten, innen und aussen gepflegt und wunderschön. Was daraus gemacht wurde, ist einfach toll. Es würde zuweit führen, alle Angebote und Sehenswürdigkeiten zu erwähnen. Ein Höhepunkt für mich war der grossartige FAUCHI, ein beweglicher Drache in einer dunklen Höhle, begleitet von Lichteffekten und gfürchigen Geräuschen. Für Kinder bietet das Schloss sehr viel, den Fauchi würd ich allerdings mit Kleinkindern nicht besuchen.

Nach einer oberflächlichen Besichtigung verpflegen wir uns im oder ausserhalb des Schlosses. Danach noch ein dreissigminütiger Marsch zum Bahnhof. Trotz der morgendlichen Verzögerung beim Kaffeehalt geht der Zeitplan auf. Susanna offeriert im Zug wieder Whisky. Diese Quelle versiegt nie… Zwischen Olten und Bern zählen wir in meinem Abteil die Tunnels. Was meinst Du, wieviele gibt es auf dieser Strecke? Die Zahl festzulegen ist nicht ganz einfach, denn es gibt ein paar Ueberführungen, die so breit sind, dass man sie als kleine Tunnels einstufen könnte. Darum eine Bitte: Wenn Du, liebe Pantherin, lieber Panther, mal die Strecke Bern-Olten fährst und grad Lust hast zu zählen, würde es mich brennend interessieren, auf welche Zahl Du kommst!

In Bern nehmen wir Abschied voneinander. Es war in jeder Hinsicht ein prima Tag!! Danke Ruedi und Jean-Pierre.

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