Bericht: Ursula Hürzeler

Ein neues Internet-Gesicht für die Grauen Panther

Zuerst eine neugestaltete Zeitschrift, dann eine neue Präsidentin und nun eine neue Webseite! Und das alles innerhalb eines guten Jahres. Da sage noch jemand, Alte seien nicht innovativ… Aber Spass beiseite: So einen Internet-Auftritt zu gestalten und dann auch noch gut zu betreuen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Das Ehepaar Fasnacht hat sie bisher mit viel Engagement und Bravour erfüllt. Nun kommt es zum Wechsel. Was bisher geschah, und wie es weitergeht, lest Ihr im nachfolgenden Artikel. Zunächst kommen Ursula und Hansueli Fasnacht selbst zu Wort.

Die Webseite im Wandel der Zeit:

„Während 6 Jahren durften wir für die Grauen Panther Bern auf freiwilliger Basis die Webseite erstellen und führen. Von anfänglich 50 Seiten sind wir heute bei 200 Unterseiten und über 1000 Fotos in den beiden Galerien. Täglich verzeichnen wir zwischen 60 und 100 Besucher der Webseite!

Wie alles im Leben hat auch eine Webseite ihren Zyklus. Der Vorstand der Grauen Panther Bern hat beschlossen, im Verlaufe des Herbstes eine komplett neue Webseite zu lancieren. Wir haben uns entschieden, auf diesen Zeitpunkt hin die Verantwortung für die Webseite in neue Hände zu geben.

Wir hoffen, Ihr hattet in all den Jahren viel Freude an «unserer» Webseite und konntet diese auch nutzen. Wir wünschen der neuen Crew gutes Gelingen und sind auf den Neuauftritt gespannt.

Vielen Dank und herzliche Grüsse, Ursula und Hans-Ulrich Fasnacht“

Ein Blick zurück

Vor sechs Jahren hatten die Fasnachts also die Webseite der Grauen Panther übernommen. Wie damals üblich, war es eine statische Homepage mit einigen Informationen zum Verein und Vereinsgeschehen. Weit wichtiger für die Kommunikation war die Mitgliederzeitung „uf em Sprung“. Die Frage deshalb an die beiden Web-Verantwortlichen:

Was hat sich seither am stärksten verändert?

Als wir die Webseite übernommen haben, wurde noch ein Kursbuch gedruckt, und wenn man ein Bahnbillett kaufen wollte, ging man an den Schalter und wurde persönlich bedient. Heute aber: Kursbuch gibt es keines mehr, und am Bahnschalter zieht man ein Ticket und wartet 20 Min. Das nennt man Fortschritt. Oder aber man löst sein Billett gleich auf dem Smartphone. Das ist dann die neuste Variante.

Im digitalen Bereich wurden seinerzeit Webseiten nur für PCs konzipiert. Mit dem Aufkommen der Smartphones und vor allem der Tablett-PCs mussten die Webseiten neu auch für diese Medien erstellt werden. Eine echte Herausforderung für uns. Der Verwender (neudeutsch «User») merkt davon kaum etwas, aber hinter den Kulissen hiess dies einiges an Arbeit.

Für viele Ältere ist das Internet immer noch etwas unheimlich, obwohl die Bedienung vieler Programme einfacher geworden ist. Welche Frage haben Euch unsere Mitglieder im Zusammenhang mit der Website am häufigsten gestellt?

Wir sind definitiv der Meinung, dass Senioren viel besser mit dem Internet zurechtkommen als man meint. Es fehlt manchmal der Mut, etwas zu wagen. Wegen Hacker- und anderen Warnungen sind Ältere vorsichtiger. Mit einem guten Virenschutz und Firewall ist das Risiko aber sehr klein.

Es wurden uns kaum Fragen zur Webseite gestellt, wenn, dann höchstens zum automatisierten Anmeldewesen. Heute funktioniert dies aber weitgehend ohne Probleme, und bereits melden sich teilweise 40 – 50% der Mitglieder für Anlässe über die Webseite an.

Gab’s Momente, in denen auch Ihr den Computer am liebsten gegen die Wand geschmissen hättet?

Es wäre schade um die Wand… Was uns Probleme bereitete, ist die grosse Datenmenge der Webseite. Benötigte diese zu Beginn rund 100 Megabyte Speicher, sind wir heute bei 1 Gigabyte (10 x mehr). Bei der Verarbeitung und beim Aufschalten der Webseite stürzt das Programm vielfach ab. Es ist einfach nicht für eine solch umfangreiche Webseite gemacht, und es ist wirklich Zeit, auf eine andere Technologie umzusteigen.

Habt Ihr einen Wunsch, der bei der Gestaltung der neuen Webseite möglichst berücksichtigt werden sollte?

Heute wird die Homepage rege benützt; bis 100 Besucher pro Tag (!) rufen die Webseite auf. Viele Mitglieder danken uns oft für die benutzerfreundliche Homepage. Wir sehen übrigens bei Anlässen und Wanderungen selbst, wie viele Mitglieder die entsprechenden Webseiten für sich ausdrucken. Dass die Webseite auch weiterhin so oder noch mehr genutzt wird, ist unser Wunsch. Sie wird sicher anders aussehen, und es braucht etwas Angewöhnungszeit. Wir wünschen dem neuen Team für die Neukonzeption alles Gute und viel Erfolg und sind gespannt, wie sich die neue Webseite präsentieren wird.

Und jetzt: Was wird neu?

Dazu nimmt Marco Somaini Stellung. Er ist mit seinem Team heute bereits verantwortlich für das Layout und den Druck unserer Zeitschrift „Uf em Sprung“ und gestaltet nun auch den neuen Internet-Auftritt.

Er sagt: „Unser Ziel ist es, das Angebot der Grauen Panther Bern noch benutzerfreundlicher zu machen und dafür zu sorgen, dass die neue Webseite mit wenigen Klicks bei den Suchmaschinen gefunden wird. Wichtig ist, dass wir dabei Schritt für Schritt vorgehen. Wir beschränken uns deshalb vorerst auf ein paar wenige Punkte. So haben wir ein klares Konzept, und der Erfolg lässt sich besser überprüfen.

Der Kalender wird das Herzstück unserer Webseite. Darauf findet ihr nicht nur die Veranstaltungen, sondern auch gleich alle nötigen Informationen zum Anlass, zur Anreise und zur Anmeldung. Das spart Zeit, und wir sind überzeugt, dass viele Graue Panther diesen Service schätzen werden. Schon heute erfolgt ja mehr als die Hälfte aller Anmeldungen für Wanderungen und Ausflüge online.

Um allfällige Hemmungen vor den Neuerungen zu nehmen, führen wir im Sommer Workshops durch, an denen alle Beteiligten lernen, wie Inhalte für die Webseite vorbereitet und online gestellt werden. So bleibt die Webseite aktiv, lebendig durch eure Beiträge.

Wir sind stolz, mit euch eine moderne Webseite aufzubauen und euch Schritt für Schritt an die neuen Möglichkeiten heranzuführen.

Marco Somaini & Crealto Team.“

Auf gutes Gelingen

Soweit also der Plan: Ab Oktober sollte die neue Webseite aufgeschaltet sein. Bis dahin bleibt alles wie bisher. Auch die Möglichkeit, sich telefonisch für Veranstaltungen anzumelden.

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