Bericht:
Daniela Tognali (Wandervögel)
Yolande Burnod (SkifahrerINNEN)

Fotos:
Sonia Joss
Richard Lindegger
Yolande Burnod
Günter Kräuter

Die Winterwoche in Arosa: Stimmung gut, Wetter durchzogen

Pünktliche Fahrt von Bern nach Arosa. Je näher wir unserem Ziel kommen, desto mehr zeigt sich die Sonne. Da wir die Zimmer noch nicht beziehen können, treffen wir uns zuerst im Panorama-Restaurant zu Kaffee und Kuchen und nach dem Kofferauspacken im Solbad.

Wolken, Sonnenschein und Wind verändern das Bild des Himmels ständig. Am Abend der übliche Ablauf mit Briefing, Apéro, Abendessen, Spielen und Tanzen. Beim Zubettgehen freut man sich bereits auf den nächsten Tag.

2. Tag
Wie angekündigt treffen Schneefall, Nebel und Wind pünktlich beim Aufstehen ein. Alle fünf SkifahrerInnen schliessen sich für heute den Wanderern an. Fahrt zur Mittelstation der Weisshornbahn. Dort legen einige “Iseli” an, rüsten die Stöcke und los geht’s mutig in den Schnee hinaus. Unser Ziel ist die Sennerei Maran, wo zum Mittagessen reserviert wurde. Es weht ein starker Wind mit Schneefall; die Kapuzen werden tief in die Stirn und die Halstücher über die Nase gezogen.

3. Tag
Ein stahlblauer Himmel ohne Wolken erwartet uns, und der Wind scheint ausgeblasen zu haben. Zum Glück, denn heute ist unsere längste Wanderung. Vom Prätschli hinauf zum Roten Tritt und nach einer grossen Schleife zurück zum Ausgangsort, wo wir an der Sonne auf der Terrasse zu Mittag essen. Sogar Richard entscheidet sich, ein Stück
mitzukommen, und da er trotz der Muskelzerrung gut vorankommt, begleitet er uns auf der ganzen Wanderung.

4. Tag
Unser Ziel ist heute das Restaurant Alpenblick. Die Sonne hat uns wieder verlassen, und wir starten ab Weisshorn Mittelstation diesmal Richtung Westen. Die Sicht ist nicht immer klar und für mich eine willkommene “Ausrede“, da ich die Abzweigung zum Alpenblick verpasse und die Leute zur Carmenahütte hinaufführe, was einen ziemlichen Aufstieg bedeutet. Es kommen alle mehr oder weniger ausser Atem an. Nach einer Ruhepause steigen wir abwärts und erreichen diesmal den Alpenblick mühelos. Umso entspannter und gemütlicher verläuft das Mittagessen.

5. Tag
Programm nach Lust und Laune. Man trifft sich wieder am späten Nachmittag im Solbad und anschliessend beim letzten Abendessen. Obwohl uns das Wetter nicht immer hold war, empfand ich diese Winterwoche als gelungen. Die Unterkunft und das Essen waren sehr gut, die Stimmung fröhlich, und wir haben viel erlebt. Als alle gesund und wohlauf in Bern ankamen, konnte die Leitung also aufatmen.

Es war diesmal nur ein kleines Grüppchen, das sich in Arosa die Skier anschnallte. Und leider war es Richard aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, die wunderbaren Schneeverhältnisse auf den Pisten auszukosten. Am strahlenden Dienstag begannen wir mit der Weisshornpiste und fuhren weiter von Lift zu Piste, zum nächsten Lift, etc, bis hin zum Hörnli, wo wir die Mittagspause machten. Noch rechtzeitig kam es uns in den Sinn, dass wir beim Carmenna-Sessellift in der Zwischenstation aussteigen mussten, sonst wären wir wie letztes Jahr wieder auf der schwarzen Piste gelandet. Hans ist ganz natürlich unser Führer und hält immer wieder an. Zum Abschluss sassen wir noch in Lindemann’s Bar für einen Drink. Am Mittwoch entscheiden wir Skifahrer zuzuwarten. Um 12 Uhr brechen wir schliesslich auf zum ersten Skilift. Die Sicht ist so la la, aber die Sonne versucht ihr Bestes. Oben am Plattenhornlift angekommen, stürmt es und die Sicht – tja, eigentlich sieht man nichts mehr! Wir beschliessen, uns in die Carmennahütte zu retten, aber die ist voll… Zum Glück wird die Sicht wieder besser und so wählen wir die Route hinüber zur Weisshornbahn. Im Restaurant oben geniessen wir die feine Küche, und hie und da erhaschen wir einen Blick ins Tal. Die Sicht ist leicht (leicht!) besser und alle fahren per Ski nach Arosa zurück.

Am Donnerstag wagen sich nur Hans und Yolande auf die Ski. Wir fahren jede Piste vom Tschuggenhügel hinunter und sind dort auch auf jedem Skilift anzutreffen. Nur Hans fährt nochmals aufs Weisshorn. Mittags ist fertig: in der Brüggerstube (Mittelstation) löffeln wir unsere Suppe und bewundern gleichzeitig die Fahrer am FIS-Weltcupfinale in Andorra. Dass Mauro Caviezel wenigstens Zweiter wird, freut uns (Super-G Männer).

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