Bericht:
Bruna Alba Gennari

Fotos:
Züsi Widmer

Der Aare entlang von Brücke zu Brücke mit Wetterglück

Von der Bushaltestelle Fährstrasse geht‘s über die Felsenaubrücke und rechts weiter der Aare entlang Richtung Hinterkappelen. Gelb blüht der Wiesenbocksbart in der Wiese.
Besorgte Blicke schweifen zu den grauen Wolken, wird es regnen?
Vor der Neubrügg beginnt’s zu tröpfeln. Unter dem Schutz der Brücke ziehen wir Jacken, Pelerinen an, die Schirme werden aufgespannt.
„Die Neubrügg ist ein Kulturgut von nationaler Bedeutung.
Sie ersetzte 1534/35 eine im Jahre 1466 an derselben Stelle als Fährersatz erbaute Brücke, die bereits ab 1467 Kirchlindach mit Bern verband. Sie ist eine gedeckte Holzbrücke auf vier Steinpfeilern. Bis 1838 war die Strassenbrücke eine bedeutende Zollstelle.
Verkehrstechnisch wurde die Neubrügg 1913 durch die neu erbaute, 800 m flussabwärts gelegene Halenbrücke ersetzt. Diese brachte eine deutliche Verbesserung der Verkehrsverbindung der nördlichen Agglomeration mit der Stadt Bern.“

Bald hört es auf zu regnen, die Schirme werden zugemacht. Das Wetterglück bleibt uns erhalten, es bleibt trocken. Bei der Anmeldung am Montag fragte ich Jean-Jacques als erstes: „Können wir es wagen?“
Weiter geht‘s unter der imposanten Halenbrücke Richtung Unterdettingen/Schlossmatte. Des vielen Regens wegen, in den letzten Tagen, leuchten Bäume und Wiesen in vielen verschiedenen Grüntönen, die wir genüsslich aufnehmen und dann heimtragen können. Auch die Gespräche und den Austausch mit den Anderen nehmen wir mit nachhause.
Die Aare wird nun zum Ausläufer des Wohlensees. Hier sehen wir auf der Wiese zwei Fischreiher, beobachten wie sie still verharren und sich erst mit gestelzten Schritten fortbewegen als sie sicher sind, dass keine Gefahr droht. Weiter vorne steht noch einer ganz still.
Bei der Chappelebrügg überqueren wir die Aare, und wir 15 Graue Panther kehren im TCS-Camping Eymatt ein. Gestärkt geht‘s dann mit dem Bus nach Bern zurück.

Ganz herzlichen Dank an Jean-Jacques und Arnold für den Wagemut, bei der unsicheren Wetterlage diese Wanderung durchgeführt zu haben.

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