Bericht: Carola Androwski

Fotos: Carola Androwski

Betreuungsgutsprachen schliessen eine Lücke

Die Stadt Bern lud ein. Sie informierte über den Ausgang eines Pilotprojekts zu Finanzierungslücken bei der Betreuung im Alter.

Unter der Schirmherrschaft der Sozialdirektorin Franziska Teuscher stellten das Kompetenzzentrum Alter, Pro Senectute und die Berner Fachhochschule die Ergebnisse eines Pilotprojekts vor, das zwischen Mai 2019 und April 2022 Erfahrungen in der Stadt Bern sammelte mit AHV-Empfängerinnen und Empfängern, die sich finanziell knapp oberhalb der Grenze für Ergänzungsleistungen bewegen und Betreuungsleistungen benötigen.

Das Projekt stellte fest, dass es sich dabei überwiegend um 80-jährige Frauen (74%) handelt, die in Einzelhaushalten leben. 25% von ihnen haben einen Migrationshintergrund.

Damit diese Personen möglichst lange in ihren Wohnungen bleiben können, brauchen sie Hilfe in Alltagsdingen wie Putzhilfe, Lieferung von Mahlzeiten und – häufig – einfach Ansprache, da sie in ihren Wohnungen vereinsamen. Während Letzteres jedoch zwar empfohlen, aber weniger nachgefragt wurde, erfreute sich der Mahlzeitendienst eines regen Interesses. Der Wunsch nach Autonomie in ihrem Leben wurde als sehr hoch eingeschätzt. Tatsächlich verbesserte sich während der Dauer des Projekts der Allgemeinzustand der Projekt-Teilnehmenden sowohl in physischer als auch in psychischer Hinsicht. Insgesamt zeigten sich die Projektverantwortlichen sehr zufrieden mit dem Resultat. Das Pilotprojekt geht jetzt in den Normalbetrieb über.

Ansprechpartner für Bewerbungen um Betreuungsgutsprachen findet man auf der Seite der Stadt Bern zum Thema Betreuungsgutsprachen. Dort erfahren Interessierte auch, welche finanziellen und gesundheitlichen Voraussetzungen für eine solche Hilfeleistung gegeben sein müssen.

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