Bericht: Züsi Widmer

Fotos: Züsi Widmer

Besuch im Musée de Vitrail in Romont

Die auffällig runden Türme auf dem Hügel sieht man von weit: Romont hiess im 10. Jh. «rotundus mons» wegen dieser Türme und wurde von den Herzögen von Burgund gegründet. Im 12. Jh. hiess es Rommon und die Herren von Billens liessen das wunderbare Schloss erbauen, welches heute das Musée de Vitrail beherbergt. Doch nicht nur dort sind die bewundernswerten, kunstvollen, farbintensiven Glasfenster zu bestaunen, auch in der Collégiale, der mittelalterlichen und gotischen Kirche, in Kapellen, und offenbar auf den Stadtmauern Glasfenster allgegenwärtig.
            Zu Beginn der Museums-Führung durch ein Jahrtausend und mehr Glaskunst bewunderten wir fragile Glasgefässe, staunten, dass sie unversehrt nach Jahrhunderten in den Schaukästen stehen. So wie in der Glasi Hergiswil finden sich hier mundgeblasene Kunstwerke aus grossartigster Blas-und Handfertigkeit.

Viele der Glasfenster im oberen Raum erzählen biblische Geschichten und Heiligenlegenden. Aber auch Ritter sind Motive in wundervollen Farben, mit sorgfältig eingefügten Einzelheiten. In einem Engels-Motiv erkannte ich das Bild meines Konfirmationsspruchs…
Im Untergeschoss ist sogar ein kleines Glasfenster von Marc Chagall zu finden, der uns mit seinem Zyklus im Fraumünster im Februar 2023 in Zürich näher gebracht werden wird.

            Nebst den Fragmenten aus dem 5. Jahrhundert, dem Mittelalter, der Renaissance, des Historismus und des sehr gut erkennbaren Jugendstils gelangten wir zur zeitgenössischen Glaskunst.
Simon Berger, der Berner Künstler, hat sich mit dem Portrait der US Vizepräsidentin Kamala Harris einen internationalen Namen gemacht. Er hämmerte dieses und viele andere überlebensgrosse Portraits auf schwarzes Verbundglas. Das Bild entsteht durch die vielen Spalten und fasziniert durch Präzision und Technik.
            Nach dem Mittagessen besuchten wir die Stiftskirche Collégiale Notre-Dame de l’Assomption mit Glasmalereien vom 14. bis ins 19. Jh. Trotz wunderbaren Wetters hielten uns diese unglaublichen farbenfrohen Werke lang im Innenraum.

            Wenigstens den Kaffee genossen wir dann anschliessend an der Sonne…

 

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