Bericht:
Jürg E. Bartlome

Fotos:
Pro Senior
Ursula Hürzeler

Aspekte zur Digitalisierung im Alter

«Digital – Genial? Fatal?» lautete der Titel der diesjährigen ERFA-Tagung von ProSenior Bern, die – Ironie des Schicksals – coronabedingt nur digital durchgeführt werden konnte. Eine ausführliche Zusammenfassung der Beiträge sowie die Tagungsunterlagen sind verfügbar unter www.prosenior-bern.ch/Tagung ww.prosenior-bern.ch/wissen-archiv/erfa-tagung-2021/.

 

Mein Bericht beschränkt sich auf das, was aus der breiten Palette des Gebotenen für mich Bedeutung hatte:

Gut war zu hören, dass am Institut für Altersforschung der Ostschweizer Fachhochschule mit dem Konzept «Living Labs» technologische Lösungen entwickelt werden, die von Beginn an – und damit vor der industriellen Fertigung – in enger Zusammenarbeit mit älteren Menschen konzipiert werden. Es geht dabei zum Beispiel um Böden die realisieren, wenn jemand gestürzt ist (siehe Foto)  oder um Sensoren die melden, wenn sich jemand in seiner Wohnung länger nicht mehr bewegt hat. Der Einbezug der Älteren geschieht in Langzeittests von drei bis vier Monaten in rund 1’500 Haushalten sowie in zahlreichen Heimen. Technologische Geräte können damit auf die (Un-)­Geschicklichkeit der Senior*innen abgestimmt werden. Mit gesteigerter Benutzerfreundlichkeit für die ältere Generation wird – so erhofft man sich – die Akzeptanz der Digitalisierung steigen. Denn Akzeptanz ist der viel entscheidendere Faktor für den Erfolg von Innovationen als deren objektive Eigenschaften und schier unbegrenzte Möglichkeiten.

In allen Referaten und Diskussionsbeiträgen herrschte die einmütige Ansicht, dass das Erlernen des Umgangs mit der Digitalisierung auch für die ältere Generation unumgänglich ist. Klug sind Senior*innen, die die gebotenen Möglichkeiten soweit fehlerfrei anwenden können, als sie ihnen auch wirklich nützlich sind. Mit den zahlreichen Zusatznutzen, die in den Geräten auch eingebaut sind, braucht sich das Alter hingegen nicht herumzuschlagen! So werden wir gut altern in einer digitalen Welt, die für Gesundheit, Wohlbefinden und soziale Teilhabe immer wichtiger wird.

Weitere Artikel:

Über Stock und Stein – Wandertage im Baselbiet

Über Stock und Stein – Wandertage im Baselbiet

Bericht: Ursula HürzelerFotos: Ursula Hürzeler

Wanderleiter Jean-Jaques hatte bereits letztes Jahr wärmstens für seine Heimatregion geworben: bei vielen BernerINNEN zwar unbekannt, aber durchaus mit anspruchsvollen Routen, Weitblicke bis weit in den Schwarzwald hinein, freundliche Leute und e...

Stöck, Wyss, und es sticht Andrée

Stöck, Wyss, und es sticht Andrée

Bericht: Ursula HürzelerFotos: Ursula Hürzeler

Was für eine Freude! Zum ersten Mal fand das Jassturnier im Sommer statt. Und erst noch unter freiem Himmel. Zwar hatten sich die spielfreudigen Panther und Pantherinnen eher zögerlich angemeldet, aber dann gab es Ende August doch sechs Tische, a...

Hinauf auf den Wildstrubel mit Übernachtung

Hinauf auf den Wildstrubel mit Übernachtung

Bericht: Yolanda ZahlerFotos: Margrit Berger

Ein Novum bei den Grauen Panthern ist die 2-Tages-Wanderung mit Hüttenübernachtung. Mit nur leicht grösseren Rucksäcken als gewohnt, treffen wir uns im Bahnhof Bern. Wir sind eine Gruppe von 10 Personen – siehe da: 4 Frauen und 6 Männer!  Ich bin g...