vom 11. – 16. März 2018

Bericht:
Sonia Joss,
Yolande Burnod

Ab in den Schnee: Die Winterwoche in Arosa 2018

„Der Sinn des Reisen ist, an ein Ziel zu kommen, der Sinn des Wanderns, unterwegs zu sein“.

Dieses Zitat von Theodor Heuss ist eingeschnitzt auf der Sitzbank vor dem Hoteleingang Altein, dem Domizil der Grauen Pantherinnen und Panther vom 11. Bis zum 16. März. Das Motto passte ausgezeichnet.

Der Sonntag war ausgefüllt mit Hinreise, Zimmerbezug, dem Auskundschaften von Hotel und Dorf, Apéro, Nachtessen und Abendprogramm nach Lust und Laune. Gemäss Wettervorhersage war eine bewölkte Woche angesagt, doch glücklicherweise irrte sich die Vorhersage, und wir konnten jeden Tag etwas Sonne tanken.

Bereits am ersten Wandertag haben wir uns nicht nur körperlich betätigt, sondern auch kulturell weitergebildet. Von der Busstation Prätschli sind wir zum Bergkirchli in Innerarosa gewandert, wo wir es uns in der beheizten Kirche gemütlich machen konnten und etwas über die Geschichte der Kirche sowie von Arosa erfuhren. Und wir konnten über Tonaufnahmen wundervolle Orgelmusik der historischen Orgel des Bergkirchli geniessen. Das Bergkirchli, die älteste Kirche in Arosa, wurde 1493 fertiggestellt, und ein Modell davon ist auch im Swissminiatur in Melide zu bewundern. Einige von unserer Gruppe haben sich getraut, die Leitern des Bergkirchli hochzusteigen um die Umgebung aus anderer Perspektive zu bewundern. Früher wurde in der Umgebung von Arosa Erz abgebaut, daher auch der Name des Erzhornes.

Auch an den andern Wandertagen bewegten wir uns auf dieser Talseite, auf schneebedeckten Wegen, wo sich Wanderwege und Pisten manchmal kreuzen. Am Mittwoch, dem schönsten Sonnentag jener März-Woche, sind wir von der Weisshorn-Mittelstation bis zum Schwellisee gewandert. Da es in der Nacht geschneit hatte, war die Landschaft besonders schön in winterliches Weiss gehüllt.

Einige liessen sich bei den Mittagessen gerne mit Süssem verwöhnen, andere entwickelten sich zu wahren Gerstensuppen-Kennern. Zum Znacht hatten wir jeweils ein ausgezeichnetes Viergänge-Menu aus der Hotelküche. Während des Apéros in der Bar erhielten wir zuvor die nötigen Informationen für den nächsten Wandertag. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die Organisation an Richard, Daniela und Micheline.

Beim Mittagessen in der Sennerei Maran haben wir uns mit Alpkäse, Konfitüre, Wurst, BiraBrot und Nusstorte eindecken können. Selbstverständlich wurden auch die Läden im Dorf berücksichtigt. Besonders die Schoggi-Eichhörnchen sollen ein Gedicht sein! À propos Eichhörnchen: Klar, dass wir auch auf dem bekannten Eichhörnliweg runter ins Tal spaziert sind und natürlich Eichhörnchen und sogar Tannenhäher gefüttert haben.
Nebst den Wanderungen haben wir es uns auch im Hotel gemütlich machen können. Sei es bei Kaffee und Kuchen im Panorama-Restaurant im 5. Stock, mit schwimmen im Solbad, turnen, never ending Flussbad-Runden oder entspannen, mit lesen in der Bibliothek oder beim Spielen (es soll tatsächlich Leute geben, welche sich 20erli für die nächste Wäsche erspielt haben)! Abends konnte man ausserdem stundenlang tanzen zur Musik von Chris oder zwischendurch einfach einmal den einen oder andern Kurzschlaf , ein power nap, geniessen
Noch etwas zum Schluss: 
Swatch-Uhren haben ihre Tücken, d.h. sie benötigen ab und zu eine neue Batterie. 
Im Pijama den Sonnenaufgang zu fotografieren mag ja romantisch sein, aber ohne Hotelschlüssel geht die Romantik schnell flöten.

Wer sich über die „Chugeli-Bahn“ (Tschuggen Express) auf Hochschienen gewundert hat: Sie führt vom Tschuggen Grand Hotel ****** direkt zu den Skipisten und ist ausschliesslich den Hotelgästen vorbehalten. Ab CHF 350.- ist frau/man dabei…..
Nun, ich habe die Arosa-Woche mit den Kolleginnen und Kollegen und den diversen Aktivitäten sehr genossen und freue mich auf das nächste Mal.

Arosa – aus der Sicht der Skifahrer

Einige wenige von uns acht kannten das Skigebiet schon. Ich freute mich jedenfalls auf das Wiedersehen mit meinen Lieblingspisten Weisshorn und Plattenhorn. Und vertraute auch auf die berühmte Aroser Sonne. Nino, im bürgerlichen Leben Service-Angestellter im Altein, begleitete uns umsichtig von Piste zu Piste. Er traute uns ziemlich am Anfang sogar eine schwarze zu (was bei mir definitiv nicht auf Gegenliebe stiess…). Nur einmal ging etwas schief mit der Routenwahl, und da stellte sich heraus, dass der schnellste Weg zur Weisshornbahn das Taxi war. Der Höhepunkt war definitiv der Mittwoch: von Arosa über das „Urdenfürggli“ zu den (Rothorn-) Pisten der Lenzerheide. Ziel war: Mittagessen auf den Piz Scalottas: das hiess hinunterfahren, im Schatten auf recht harter Piste und unten im sulzigen Schnee. Nach dem Ost-West-Lift kamen wir auf die Sonnenseite der Lenzerheide und es ging wieder aufwärts. Die Planung war perfekt: wir kamen pünktlich mittags auf dem Piz Scalottas an. Die Strapazen hatten sich gelohnt. Die Rundsicht war schlicht grandios. Nach dem Mittagessen hinunter ins Tal und weiter mit dem Bus zur Rothorn Bahn. Leider hatten wir keine Zeit für einen Kaffee dort oben, denn Nino musste zurück zur Arbeit. So fuhren wir dann quasi hinter dem Rothorn zum Sessellift, der uns wieder zur Urdenfürggli-Gondel brachte. Am letzten Tag zeigte sich die Sonne nur schwach und kurz. Unsere beiden Ski-Asse Verena und Günther sausten zusammen mit Nino noch einige Male die Piste hinunter, während wir anderen uns bereits in die Carmenna Hütte zum Mittagessen verzogen hatten. Den Abschluss bildete – wie jeden Abend – eine Runde in der Lindemann’s Overtime Bar.

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Arosa vom Hotelzimmer aus
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Aussicht Piz Scalottas
Aussicht Rothorn n. Lenzerheide
Blick zur Lenzerheide
Hörnlipiste Arosa
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marianne
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Nr. 4
Unsere Gruppe
Urdenfürgglibahn
Ursula
Warten auf die Rothornbahn

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