Bericht und Fotos: Margrit Berger
Beim letzten GA-Ausflug im November dieses Jahres begleitet Pia eine muntere Pantherschar nach Rapperswil-Jona – bekannt als Rosenstadt. Nur das Klima für unseren Stadtrundgang ist allerdings alles andere als «rosig»! Wo normalerweise viele Touristen flanieren, trotzen lediglich die mutigen PantherInnen Wind und Kälte! Warum wohl? Kein Zufall – denn der heutige Stadtführer ist selbst ein Panther, der einen Teil seiner Jugend hier verbracht hat!
Auf der zügigen Seepromenade erzählt Ruedi Hösli lebendig und prägnant vom Zusammenschluss von Rapperswil und Jona, von Rappi als bedeutendem Eisenbahnknotenpunkt mit den unterschiedlichsten Arbeitsplätzen, und weshalb für Kinder das Beladen von Tieren, Zelt und Wohnwagen des Zirkus Knie in zwei Güterzüge jeweils als besonderes Ereignis galt. Mit Erstaunen vernehmen wir, wie Herr Gebert – ein Schreiner in der Altstadt- den ersten WC-Spülautomaten erfand, heute patentiert unter dem Namen Geberit.
Auch aus seinem Alltag berichtet Ruedi: von seinem 25-minütigen Fussweg zur Schule – viermal pro Tag von der 1. – 3. Klasse. Denn er als reformiert wohnte im katholischen Jona, das reformierte Schulhaus befand sich in Rapperswil. Das waren noch Zeiten …
Am Ende der Seepromenade, also am Kapuzinerzipfel, erreichen wir das aktive Kapuzinerkloster, bekannt für seine Lage, die Antoniusgrotte und den benachbarten Rosengarten der Stadt (punkto Grösse ungefähr ein Zehntel des Berner Rosengartens). Von diesem kleinen Kap aus blicken wir über die peitschenden Wellen zu den Inseln Ufenau und Lützelau. Das Klosterrestaurant auf Ufenau ist ein Publikumsmagnet, allerdings ist baden nicht erlaubt. Lützelau dagegen gilt als Badeinsel und kann mit Privatbötli angesteuert werden.
Ein paar Unentwegte steigen mit Ruedi zum imposanten Schloss, von wo aus sich uns ein bezaubernder Ausblick über den Zürichsee, die Altstadt, den Seedamm und den über 800m langen Spazier-Holzsteg nach Hurden bietet. Das Schloss beherbergte lange ein Polenmuseum. Heute sind die Räumlichkeiten sehr begehrt für Hochzeiten und Firmenfeiern. Auf der Burgterrasse erhaschen wir auch einen Blick auf die vom Bildhauer Louis Wethli geschaffene Freiheitssäule mit Adler; diese symbolisiert die Verbundenheit der Völker, die um ihre Freiheit ringen. Den Weg zum Restaurant säumen imposante Herrenhäuser mit Malereien und Erkern.
Das köstliche Essen und die Wärme haben die Unternehmungslust erneut geweckt. Die charmanten Gassen der historischen Altstadt, die einladenden Boutiquen mit Geschenkartikeln, Mode, Spielwaren und lokalen Produkten locken zum Stöbern wie auch zu einem Spontankauf; die Vielfalt ist eine Augenweide. Warum sich nicht verführen lassen…
In heiterer Stimmung gibt’s auf der Heimfahrt regen Austausch über die schönen Einkäufe! Ein wunderschöner und interessanter GA-Ausflug an den Zürichsee bleibt in guter Erinnerung – und macht vielleicht sogar Lust auf einen Besuch bei Sonnenschein… Danke Pia für die perfekte Organisation. Freuen wir uns auf die neuen Destinationen im kommenden Jahr!